14 Tage Veloferien in Oesterreich ( Deutschlandsberg )

Alle Jahre wieder finden im August die Weltradsporttage in der Steiermark ( Deutschlandsberg ) statt. Das sind in 10 Tagen 6 verschiedene Rennen von 300 m bis 100 km für Hobby , Masters und Frauen . Im Jahre 2003 fuhr ich das erste mal mit Toni ( eusä Schuelermeischter ) dahin . Leider musste ich die Rennen in der Hälfte abbrechen ( Krankheit ) , so dass ich mich entschloss 2004 nochmals mit Toni hierhin zu kommen und mich ein weiteres mal in das „ Abenteuer „ ( Hobbyradrennsport ) zu stürzen !

Tag 1
Autofahrt Dielsdorf – Wörgl ( A )
Nach 4 Stunden Autofahrt ( teilweise Feierabendverkehr ) trafen wir Toni um ca. 21.00 an der Autobahnraststätte Wörgl-Angath wo wir übernachteten .
Tag 2
Autofahrt Wörgl – Deutschlandsberg
6 Stunden nach Abfahrt und 2maligen halten kamen wir an der Koralmhalle in Deutschlandsberg an und holten unsere Startnummern ab . Im Gasthof angekommen Pedalten wir noch locker ca. 30 km auf dem „ Radl „ .Da am nächsten Tag gleich Das Bergrennen anstand , hielt ich es für Richtig die Strecke die ich noch lückenhaft Vom letzten Jahr in Erinnerung hatte abzufahren ! Im Auto natürlich ! Meine Eindrücke vom letzten Jahr bestätigten sich stark ! (Ueberhängend , Kopfwehtreibend Und so ! ) Ja , da schau mer mal !
Tag 3
Bergrennen Deutschlandsberg – Trahütten
1 km flach 6,2 km klettern , 600 hm max. 16% , Nieselregen , ca. 20°. Da ich letztes Jahr dieses Rennen nicht bestreiten konnte , hatte ich keine Ahnung was Auf mich zu kam . Die Fahrer waren inetwa die selben , die Form war gut aber ob das Reichen würde ? Mein Ziel unter 30 min . ! 14.00 Der Massenstart und unerwartet rel Ativ langsamer Start für Hobbyfahrer ( Kennen diese den Berg ? ) Ich fuhr verhalten Unten rein , zu verhalten wie sich herausstellen sollte , denn die Löcher nach vorne Konnte ich nicht mehr schliessen ! Ca. 2 km vor dem Ziel wollte mich dann einer von Hinten kommend noch einer fordern , aber nicht mit mir und hängte ihn vor dem Ziel Wieder ab ! Im Ziel angekommen musste ich halb zufrieden anerkennen – Form nicht Schlecht , aber Berg ist nicht gleich Berg , 3 min 20 sec auf den Sieger verloren- 12 . Rang und dann die Zeit ... 29 min 57 sec – genau wie eine Schweizer Uhr !
Tag 4
Ausscheidungsrennen in Deutschlandsberg 1 Runde zu 1 km , sonnig ca . 25° Morgens wieder ausschlafen wie meistens , dann der Start der ersten Kategorie war Um 14.00 . Zuerst eine Runde neutralisiert , dann jede Runde die 2 letzten raus bis Noch 5 Fahrer in eine nochmalige neutrale Runde fuhren und danach den Schlusssprint um die Ränge 1 – 5 fuhren . Nach 9 ! Masterskategorien und einer Hobbyklasse war mein Start um 18.05 ! Das heisst ca. 5 Stunden warten , sitzen , einfahren , essen , sitzen ...u.s.w. Danach Start 1 Runde dem Motorrad folgen- denkste. Einer sprintete los (Wahrscheinlich eigene Weltmeisterkategorie ! ) Typisch Hobbyfahrer ! , dann Runden im 40er Schnitt durch die Altstadt und wie Am Vortag fehlte die Spritzigkeit um ganz vorne mitzuhalten – Rang 8 na ja , danach Duschen und Speicher füllen !

Tag 5
Freier Tag Nach weiterem Ausschlafen fuhren wir zu dritt ( Meine Frau Claudia ) los zum Training . Streckenbesichtigung ( Strassen und Zeitfahren ) war angesagt . Bei Zeitweise leichtem Regen ging es ca. 50 km gemütlich durch die Weststeiermark Zuhause angekommen machten wir einen Motoriesierten Bergausflug .

Tag 6
Weiterer freier Tag Nach dem Morgenbuffet wollte ich alleine den 2. Teil der Strecken besichtigen. Vorallem die ruppige Steigung nach St.Ullrich blieb bei mir haften – ja dann schauen Wir mal in 2 Tagen ! Nach ca. 50 km wollten wir uns Toni , der heute seinen Einsatz Beim Handycaprennen ansehen , mit ansteigender Zielgeraden ca. 12% steil ! Nach Gemütlichen Ausfahren ( Toni) liessen wir den Tag bei einer Pastaparty ausklingen .

Tag 7
Handicaprennen in Deutschlandsberg 63 km hügelig , sonnig ca. 30° Als Hobby 2 Fahrer hatte ich den Vorteil von 70 sec auf die Hobby 1 Klasse . Start 12.30 ,63 ziemlich hügelige km mit steiler Zielgeraden ! Mit einer 5 köpfigen Mannschaft aus dem nahen Graz mit viel Zug fuhren wir Gleichmässig rauf und runter mit einem 40er Schnitt so dass bald absehbar war dass Das 2. Feld nicht mehr herankommen sollte . Nach der 2. Runde fingen zu 9. die Geplänkel an . Am letzten Berg wurde ich leider eingeklemmt so das 5 Fahrer ein Kleines Loch aufmachen konnte . Ja dann ca. 20 m fehlten mir auf dem Berg und So kam es wie es kommen musste , ich alleine im Sandwich verteidigte aber meinen 6. Rang und erhielt so abends den 1. Pokal . Zufrieden ging es zum „ Dinner“ mit der Zuversicht fürs Strassenrennen von morgen .
Tag 8
Strassenrennen 68 km , hügelig bis ruppig , Sonne ca. 33° 22 Stunden seit dem letzten doch fordernden Rennen – ob die Kraft wohl reicht ? 10:30 : Start in Gross Sankt Florian zusammen mit den Hobby 1 ( Getrennte Rangliste ) , 52 Fahrer insgesamt . Zuerst galt es eine erste Runde ziemlich Identisch zum Vortag zu absolvieren . im starken Gegenwind „ versteckte „ ich Mich so gut es ging und überstand die erste Phase relativ gut . Nach einem langen Flachstück und einer nicht sehr hektischen Phase ging bei mir langsam der „ Sprit“ Aus ! Der Vortag liess grüssen ! Und das vor dem heutigen Haupthindernis den schon beschriebenen „ St.Ullricher“. Zuerst die erste Welle im Wald ca. 12% und 1 km lang. Mit einer erstaunlicher Weise nicht so harter Gangart – hatten alle anderen Fahrer die gleichen Symptome Wie ich ?!- ging es hinein , aber wenn der Sprit aus ist , ist das schon zu schnell ! Dann die zweite Welle ,ca. 500 m Steigung überhängend , prall an der Sonne , ich Abgehängt alleine fragend was ich hier eigentlich mache kämpfte ich mich hinauf Und die restlichen 7-8 km ins Ziel ! 15 Rang , kein Pokal ! Nachdem der nach mir Startende Toni im Ziel ankam , fuhren wir die 20 km vom Ziel in Eibiswald zurück Nach Deutschlandsberg wo wir abends noch Toni’ s Pokal abholen konnten .

Tag 9
Freier Tag – Erholung ! Ausflug nach Graz zum Schöckel ( Hausberg ) wo am Wochenende der MTB Marathon Europacup stattfindet , später Verwandtenbesuch meiner Frau Claudia In Graz . Bei der Rückfahrt fuhren wir an der Koralmhalle vorbei um die Startzeit Von morgen zu erfahren .

Tag 10
Sprint 300 m , Sonne ca. 30 ° 11:25 war der Start vorgesehen , ein Sprint Mann gegen Mann auf geteilter Strasse . Mit der Startnummer 201 war ich der erste natürlich gegen die Nr. 202 , der sich als Sehr Sprintstark erweisen sollte ! Achtung – fertig- los und o-weh mein Gang war Etwas sehr gross ! Das Loch zum „ Gegenspieler“ erwies sich als zu gross . 28,20 sec - 1 sec verloren- Platz 6 ! Nach dieser „ Langstrecke“ mussten Toni und ich natürlich noch nachtrainieren , und da das Zeitfahren von morgen anstand , montierten wir die Lenkeraufsätzen und fuhren uns noch ca 30 km „ warm“. Danach relaxen, trinken und natürlich Olympia reinziehen !
Tag 11
Einzelzeitfahren in Stainz 19 km , leicht coupiert , bewölkt 23° Wow ! Schon wieder ausschlafen. 12:32 Start als erster Fahrer ( siehe Startnr.). Mit Gemischten Gefühlen ging ich auf die Strecke mit 30 sec Vorsprung. Erstes Ziel : nicht eingeholt werden ! Es ging 9,5 km auf der einen Seite bergab , 180° Wende und das selbe zurück . Bei der Wende hatte ich wieder ein gutes Gefühl und tatsächlich ca. 1 min Vorsprung auf den 2. Fahrer .Also mit gleichem „ Drive“ retour, noch 2000 m , dann noch 1000 m die letzten 500 m waren wie 10 km ! 26 min 33 sec – 42er Schnitt gut gefahren ! 9. Platz – 1 Platz hinter dem Pokal oder ca. 10 sec . Im Gesamtklassement gabs den guten 6. Rang ! Zufrieden konnten wir die „ Radl,s“ Einpacken für die Rückreise am nächsten Tag .

Tag 12
Erster Rückreisetag : Deutschlandsberg – Kleinarl Am Morgen verabschiedeten wir uns von Toni – Er fuhr direkt nach Hause da am Nächsten Wochenende die Masters – WM in St. Johann i. T. stattfinden . Ca . 300 km lagen vor uns , wovon ich 70 km auf dem Velo absolviren werde . So fuhren wir 9:30 bei der „ Taverne „ ( unserem Gasthof ) auf der Hollenegg los Und fuhren an Graz vorbei nach Zeltweg ( Formel 1 – Ring) in Richtung Scheifling. Von hier sattelte ich mein Velo und fuhr Richtung Sölkpass . Nach 2 km Rückenwind Und etwa 30 km Gegenwind ( auch am Pass ! ) erreichte ich total „ ausgepowert“ die Passhöhe wovon die letzten 6 km 12% steil sein sollten ( Wer’s glaubt ! ) bei ca 10° Auf 1800 m ü M . fuhr ich noch 15 km wo Claudia auf mich wartete . Nach einem Kaiserschmarren setzten wir unsere Fahrt fort über Schladming und Radstadt zu Unserem Ziel in Kleinarl ( Heimatort von Skirennfahrerin Annemarie Moser-Pröll).

Tag13
Zweiter Rückreisetag : Kleinarl- Seefeld ( Mösern ) Nach dem gestrigen Tag zog ich es vor mein Velo im Auto zu lassen . Mit einem Umweg über Bischofshofen ( Baustelle ! ) fuhren wir an den Zeller See . Danach ging Es weiter über Krimml ( Wasserfälle ) dann auf den Gerlospass hinunter ins Zillertal nach Innsbruck . Ueber den letzten Berg fuhren wir nach Seefeld wo wir Nächtigten .

Tag14
Letzter Tag : Seefeld ( Mösern ) – Dielsdorf Heute war wieder das gewisse „ Kribbeln „ vorhanden so das ich die Silvretta unter Die zwei Räder nehmen wollte. Ein Blick nach draussen durchkreuzte meinen Plan Regen ! Also zuerst Frühstücken vielleicht – und wirklich es trocknete ! Also Zusammenpacken und los nach Landeck . Das Velo ausgepackt und kaum losgefahren Wurde es verdächtig dunkel am Himmel .Mit Rückenwind ging es nach Ischgl. Die ersten Regentropfen fielen , doch ich fuhr weiter . Jetzt im heftigen Gegenwind Und Gewitter erreichte ich Galtür wo zum Glück Claudia schon auf mich wartete Und ich das Velo ein letztes mal einpackte – zum Glück bin ich Hobbyfahrer ! Nach der Zwischenverpflegung auf der Passhöhe fuhren wir zurück in die Schweiz Wo uns der Alltag wieder einholte !

Gruss der Autor Markus Meier ( Mäke)