Am Morgen um 07.00 Uhr ist Treffpunkt an der Sonnenkreuzung in Dielsdorf.
Mit etwas Verspätung ( nicht alle sind es gewohnt früh aufzustehen!)
nehmen wir die 174 km lange 1. Etappe in Angriff. Sie führt dem Zürichsee
entlang nach Sargans. Nach dem Mittagessen treffen wir in Reichenau gerade zu
Beginn des Aufstiegs unser Begleitauto. Es ist sehr heiss. Wir sind froh, dass
wir unsere Helme und sonstigen Krimskrams im Auto deponieren können. Abi
und Röbi die schon auf der wöchigen Velotour waren fahren etwas lockerer
und schaffen so eine kleine Lücke. Familienvater Urs merkt, dass es als
Radrennfahrer doch sehr viel "ringer lief". Und Ruedi, der schlaue
Fuchs, weiss was noch kommt....
Nachdem wir in Flims von den Velofahrern abgehängt wurden, trafen wir uns
in Laax in der Pizzeria. Die letzten 2 knackigen Kilometer nehmen wir nach einem
Kühlen Trunk gemeinsam unter die Räder. Wir Frauen kaufen noch die
nötigsten Kleinigkeiten im Coop ein, und welch ein Losglück: Wir gewinnen
den Hauptpreis..... 1 grosse Dose Pelatti JBei noch immer mehr als 30 Grad machen
wir uns einen sehr gemütlichen Abend auf der Terrasse im Casa Scaletta.
Wir geniessen die Spaghetti Carbonara mit Lachs aus Alaska. Dazu trinken wir
Steinmaurer Rosé. Als krönenden Abschluss spendiert uns Rosmarie
Leeger ein Orangen Tira mi su und Schockolandenmousse. Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang
durch Falera gehen wir ins Bett, denn am Sonntag erwartet uns die 2. Etappe.Heute
Morgen sieht es gar nicht mehr schön aus. Die Wolken umhüllen die
Berge. Wir ahnen nicht's Gutes. Nach einem guten Frühstück nehmen
die 4 Tourenfahrer die Etappe in Angriff. Nachdem auch wir uns gestärkt
hatten, und unsere Checkliste abgearbeitet hatten, Stephanie auf dem Rücksitz
im Kindersitz versorgt hatten, fehlte eigentlich nur noch meine Brille. Schlussendlich
fanden wir in Falera sogar noch den Container, nachdem uns ein Einheimischer
auf einen falsche Fährte geschickt hatte. Morgenstund hat Gold im Mund!
Kurz nach Disentis beginnt es zu regnen. Die Tropfen werden im grösser
und prasseln nur so gegen unsere Frontscheibe.
Fröhlich und trocken finden wir 3 Steinmaurer im letzten Restaurant von
Sedrun.
Aber wo ist Ruedi? Da er sich Wettermässig gut auskennt, hat er das Gewitter
kommen sehen und den Zug nach Andermatt bestiegen.
Wir haben etwa 1 Stunde gewartet und sind dann erneut gestartet. Das Gewitter
hat sich verzogen, aber es ist merklich kühler.
Oben auf der Passhöhe ziehen sich die Jungs für die schöne Abfahrt
trockene und warme Kleider an. In Andermatt angekommen, ist kein Ruedi zu sehen.
Wo ist er nur? Leider habe ich auf meinem Natel keinen Empfang. Das ist ja meistens
so, wenn man etwas braucht hat man es nicht oder es funktioniert nicht.
Robert ruft nach dem Materialwagen! Er hat einen neongelb leuchtenden Regenschutz
gesichtet. Ich fahre hin und wirklich wir haben unseren verlorenen Sohn Ruedi
wieder.
In flottem Tempo erreichen wir Erstfeld, wo wir bei Albert Risi unser Mittagessen
bestellen. Nachdem Stephanie vor Hunger fast ins Koma fällt, haben die
Wirtsleute erbarmen und endlich bekommen alle das Essen.
Wir verlassen Erstfeld und es beginnt leicht zu nieseln. In Altdorf beginnt
es richtig zu regnen. Wir fahren über den Sattel nach Unterägeri.
Dort wechseln die stahlharten Jungs noch einmal die Kleidung. Keiner will einladen.
Es fehlen von den 214 Km nur noch 50 km. Der Rest ist schnell erzählt.
Im Eilzugstempo über Sihlbrugg nach Zürich. Bei der Ortstafel verabschieden
wir uns von den Velofahrern. Wir kämpfen uns, mit allen Tricks und Mitteln
durch das Stadtzürcher Chaos um auf dem Bucheggplatz unsere 4 Steinmaurer
wieder zu treffen. Je weiter wir uns dem Unterland nähern, um so schöner
wird das Wetter. So sind wir alle wieder gesund und fast wieder trocken zu Hause
angekommen. Wir möchten alle unserem Kollegen Ruedi für seine Gastfreundschaft
danken und hoffen, das wir wieder einmal bei ihm in Fallera verwöhnen lassen
können!Teilnehmer: Ruedi Koller, Urs Markwalder, Abi und Rosmarie Leeger
, Röbi und Vreni Buchmann mit Stephanie.