Weekendtour Falera 26./27. August 2000

Am Morgen um 07.00 Uhr ist Treffpunkt an der Sonnenkreuzung in Dielsdorf.
Mit etwas Verspätung ( nicht alle sind es gewohnt früh aufzustehen!) nehmen wir die 174 km lange 1. Etappe in Angriff. Sie führt dem Zürichsee entlang nach Sargans. Nach dem Mittagessen treffen wir in Reichenau gerade zu Beginn des Aufstiegs unser Begleitauto. Es ist sehr heiss. Wir sind froh, dass wir unsere Helme und sonstigen Krimskrams im Auto deponieren können. Abi und Röbi die schon auf der wöchigen Velotour waren fahren etwas lockerer und schaffen so eine kleine Lücke. Familienvater Urs merkt, dass es als Radrennfahrer doch sehr viel "ringer lief". Und Ruedi, der schlaue Fuchs, weiss was noch kommt....
Nachdem wir in Flims von den Velofahrern abgehängt wurden, trafen wir uns in Laax in der Pizzeria. Die letzten 2 knackigen Kilometer nehmen wir nach einem
Kühlen Trunk gemeinsam unter die Räder. Wir Frauen kaufen noch die nötigsten Kleinigkeiten im Coop ein, und welch ein Losglück: Wir gewinnen den Hauptpreis..... 1 grosse Dose Pelatti JBei noch immer mehr als 30 Grad machen wir uns einen sehr gemütlichen Abend auf der Terrasse im Casa Scaletta. Wir geniessen die Spaghetti Carbonara mit Lachs aus Alaska. Dazu trinken wir Steinmaurer Rosé. Als krönenden Abschluss spendiert uns Rosmarie Leeger ein Orangen Tira mi su und Schockolandenmousse. Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang durch Falera gehen wir ins Bett, denn am Sonntag erwartet uns die 2. Etappe.Heute Morgen sieht es gar nicht mehr schön aus. Die Wolken umhüllen die Berge. Wir ahnen nicht's Gutes. Nach einem guten Frühstück nehmen die 4 Tourenfahrer die Etappe in Angriff. Nachdem auch wir uns gestärkt hatten, und unsere Checkliste abgearbeitet hatten, Stephanie auf dem Rücksitz im Kindersitz versorgt hatten, fehlte eigentlich nur noch meine Brille. Schlussendlich fanden wir in Falera sogar noch den Container, nachdem uns ein Einheimischer auf einen falsche Fährte geschickt hatte. Morgenstund hat Gold im Mund!


Kurz nach Disentis beginnt es zu regnen. Die Tropfen werden im grösser und prasseln nur so gegen unsere Frontscheibe.
Fröhlich und trocken finden wir 3 Steinmaurer im letzten Restaurant von Sedrun.
Aber wo ist Ruedi? Da er sich Wettermässig gut auskennt, hat er das Gewitter kommen sehen und den Zug nach Andermatt bestiegen.
Wir haben etwa 1 Stunde gewartet und sind dann erneut gestartet. Das Gewitter hat sich verzogen, aber es ist merklich kühler.
Oben auf der Passhöhe ziehen sich die Jungs für die schöne Abfahrt trockene und warme Kleider an. In Andermatt angekommen, ist kein Ruedi zu sehen.
Wo ist er nur? Leider habe ich auf meinem Natel keinen Empfang. Das ist ja meistens so, wenn man etwas braucht hat man es nicht oder es funktioniert nicht.
Robert ruft nach dem Materialwagen! Er hat einen neongelb leuchtenden Regenschutz gesichtet. Ich fahre hin und wirklich wir haben unseren verlorenen Sohn Ruedi wieder.
In flottem Tempo erreichen wir Erstfeld, wo wir bei Albert Risi unser Mittagessen
bestellen. Nachdem Stephanie vor Hunger fast ins Koma fällt, haben die Wirtsleute erbarmen und endlich bekommen alle das Essen.
Wir verlassen Erstfeld und es beginnt leicht zu nieseln. In Altdorf beginnt es richtig zu regnen. Wir fahren über den Sattel nach Unterägeri. Dort wechseln die stahlharten Jungs noch einmal die Kleidung. Keiner will einladen. Es fehlen von den 214 Km nur noch 50 km. Der Rest ist schnell erzählt. Im Eilzugstempo über Sihlbrugg nach Zürich. Bei der Ortstafel verabschieden wir uns von den Velofahrern. Wir kämpfen uns, mit allen Tricks und Mitteln durch das Stadtzürcher Chaos um auf dem Bucheggplatz unsere 4 Steinmaurer wieder zu treffen. Je weiter wir uns dem Unterland nähern, um so schöner wird das Wetter. So sind wir alle wieder gesund und fast wieder trocken zu Hause angekommen. Wir möchten alle unserem Kollegen Ruedi für seine Gastfreundschaft danken und hoffen, das wir wieder einmal bei ihm in Fallera verwöhnen lassen können!Teilnehmer: Ruedi Koller, Urs Markwalder, Abi und Rosmarie Leeger , Röbi und Vreni Buchmann mit Stephanie.